Reha in der Brandenburg-Klinik

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Reha in der Brandenburg-Klinik

Beitrag von Mario am Fr 28 Aug 2015 - 18:29

Hallo ihr's,

nun werde ich mich erst mal so langsam rappeln müssen nach meiner Sturzeinlage beim Badeunfall, bevor ich dann die Reha antrete, der Bescheid ist seit dem 7. August da! Nachdem wohl alle Verlaufsberichte und Anträge komplett sind, hat die KK entschieden und es geht nun doch in die Brandenburg-Klinik nach Bernau bei Berlin. Die Klinik hat sich in den letzten drei Wochen aber noch nicht gemeldet wegen eines Termins. Und einigermaßen fit will ich dafür dann schon sein, also sollen sie sich ruhig noch etwas Zeit lassen. Immerhin hab ich trotz guter Verpflegung in der Klinik in den letzten Tagen 3 kg abgenommen. Bin da also gut dabei.

LG Mario

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Re: Reha in der Brandenburg-Klinik

Beitrag von Mario am Mi 9 Sep 2015 - 20:07

Hallo ihr's,

inzwischen steht der Termin für meine Reha in der Brandenburg-Klinik fest und ich werde dort ab dem 16. September für voraussichtlich drei Wochen sein. Ist ja noch eine (hoffentlich) schöne Jahreszeit und die Minigolfanlage Very Happy hat dort ganz bestimmt extra für mich noch geöffnet.

LG Mario

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Re: Reha in der Brandenburg-Klinik

Beitrag von Mario am So 18 Okt 2015 - 18:35

Hallo ihr's,

jaha ich bin wieder zurück von der Reha, seit gut einer Woche schon, aber es gibt dann ja doch einiges zu erledigen und bis man innerlich ankommt, dauert es auch ein wenig. Die Temperaturen während der Zeit luden vielleicht nicht zum Baden ein - außer im Schwimmbad - aber ansonsten hatte ich abgesehen von den ersten drei und dem letzten Tag immer wieder herrlichen Sonnenschein und konnte so etwas Sonnenbräune im Gesicht und auf den Unterarmen atmen.

Das Haupthaus Brandenburg der Brandenburg-Klinik für Ortho- und Kardio-Patienten:

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Auch ansonsten macht die Klinik schon einen guten Eindruck, der Löwenanteil der Häuser wurde 1990 bis 1995 gebaut, aber das Gebäude, wo ich hauste, dann etwas später. Gut, malermäßig könnten die Zimmer aufgepeppt werden und in den Bädern fehlten Duschstühle, aber ansonsten war alles da, was man für eine Reha benötigt und wenn man nicht zu pingelig ist. Der Speisesaal war auch großzügig gestaltet und ich hatte das Glück, das mein Platz direkt am Rand an einer Fensterfront war. Morgens und abends in Büffetform gab es genügend Auswahl, vor allem die hellen und die Vollkornbrötchen waren sowas von lecker und abends gab es neben den üblichen Wurst- und Käsetorten auch mal Extras wie Wiener, Mett oder Chickennuggets. Und zum Mittag durfte zwischen drei Gerichten gewählt werden und es gab wie erhofft verschiedene Salate, was ich ausgiebig genutzt habe.

Und im Haus Potsdam 2 wohnte ich drei Wochen:

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Die Ärzte waren nicht das, was ich erhofft hatte; mein Stationsarzt, ein Grieche, fing erst zwei Tage vor meiner Ankunft in der Klinik an und die Oberärztin gab nach meinen Erklärungen über die ALS/PLS zu, das ich wohl mehr als sie über die Krankheit wisse. Sicherlich ist das in den Häusern mit der Reha-Phasen A-C etwas anders, aber ich war ja in Phase D. Dagegen haben die Therapeuten schon mehr Erfahrung auch gerade bei der Einzel-KG und Bobath und so gab es doch die eine oder andere Anregung. Dazu gab es dann Sachen wie Planschen, Wärmebehandlung, Teilmassagen, Ergometer, Ergotherapie, Gehtraining. Also alles in allem eine gute Abwechslung vom Alltag und für die Psyche auch nicht schlecht. Ach und Verlängerung, die es für viele gab, hatte man gar nicht beantragt, einerseits, weil ich doch auch zu Haus genug Therapien habe, sicher auch, weil man die Krankheit nicht so recht kannte und wie man mir sagte, müsste eine Verlängerung mit Heilungsaussichten begründet werden!? Ja klar bei einer unheilbaren Erkrankung. Und ein Stillstand oder eine Verlangsamung reicht dann wohl nicht aus. Ohne Worte!

Eins war noch sehr schlecht und das waren Zahnschmerzen, so war ich in der ersten Wochen an vier Tagen dreimal zum Zahnarzt-Notarzt, also zweimal davon auch am Wochenende. Beim ersten Mal wurde ein Loch nur zugeschmiert, beim zweiten Mal am Tag drauf dann geröntgt und die Wurzel behandelt. Dadurch war nun auch der goldüberkronte Nachbarzahn teilweise frei und nun tat der weh. Also zwei Tage später wieder hin, Goldkrone weg, drunter dicke Karies .... also wieder geröntgt und Wurzelbehandlung auch bei diesem Zahn. Zehn Tage später nochmal planmäßig dahin, um die Medis in den Zähnen aufzufüllen und nun musst ich mir hier einen neuen Termin besorgen. Nein das war nicht schön, sondern schmerzhaft und eine Nacht hab ich quasi gar nicht geschlafen. Ausgerechnet am Wochenende, wo man sich doch von und für die Therapien erholen sollte.

Natürlich hab ich mir das ganze parkähnliche Gelände mit mehreren Kliniken und Seniorenresidenzen auch mal genauer angesehen und bin einmal auch ans andere Ende der Anlage gelaufen, wo zu DDR-Zeiten die Politprominenz ihre Häuser hatte. Die wollte ich ja schon mal sehen und fotografieren. Viele sind ja etwas enttäuscht davon, aber immerhin wohnen die Herrschaften seit 25 Jahren nicht mehr dort und aus der Nähe betrachtet sind die von teils zwei Personen bewohnten Häuser recht groß. Man kann da überall rumlaufen um die 20 Häuser, Zäune gibt es keine. Ein Teil der Häuser gehört heute zu einer Nachsorgeklinik für krebs- und herzkranke Kinder - noch - denn die wurde bereits gekündigt und hat bereits ein Grundstück in bester Seelage in Strausberg. Ein Teil der Häuser gehört auch den Michels-Kliniken wie das ganze Gelände, ein Teil sind wohl Gästehäuser, denn da kamen mir viele kleine Chinesen mit lautem Hallo entgegen. Und einige Häuser sind wohl unbewohnt. Keine Ahnung, ob die unter Denkmalschutz stehen, aber wohnen wollte ich da auch nicht, wenn man ständig von Neugierigen umkurvt wird.

Hier das Haus der Honeckers von hinten und von vorn im Habichtweg 5:

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Am Freitag nach Abschluss der Reha dann schon ab zur Physio ins Krankenhaus und es klappte alles wunderbar, ohne Schwächeattacken, bei der manuellen Therapie versuchte der Christian u.a. AMP oder so, so eine Art Massage und Dehnen von verkürzter Muskulatur von Händen und Füßen - autsch. Apropos Schwächeattacken, die gab es natürlich nicht während der Reha, wohl auch wegen der vielen Pausen zwischen den täglich vier, fünf Therapien. Also könnte die Überanstrengung wirklich ein Thema der Schwächeattacken sein. Könnte. Aber zu allen bisherigen derartigen Ereignissen passt es eben doch nicht.

LG Mario

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Re: Reha in der Brandenburg-Klinik

Beitrag von Karl-Heinz am So 18 Okt 2015 - 19:44

Hallo Mario,

danke für deinen informativen Reha-Bericht. Schön, dass du wieder daheim bist Smile

Das mit den Zahnschmerzen sieht dir mal wieder ähnlich. Keine Krankheit ist vor dir sicher. Immer schreist du..."Nur her damit, genau das fehlt mir noch zu meinem Glück". Spaß bei Seite...kam natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt. Wenigstens bliebst du von deinen, inzwischen fast schon obligatorischen, Schwächeattacken verschont.

Dass du von ALS/PLS mehr Ahnung hast, als die meisten Ärzte sollte dich nicht wundern. Wer sollte dir auf deinem Fachgebiet das Wasser reichen können ???

Ich wünsche dir, dass du dich bald wieder im Alltag zurecht findest und weitestgehend von unliebsamen Überraschungen verschont bleibst.

LG
KH
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