Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

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Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Sa 18 Nov 2017 - 17:50

Hallo,

ich weiß nicht, ob ich an der richtigen Stelle schreibe und leider auch nicht, wie man ein eigenes Thema eröffnet. Deshalb bitte einfach verschieben, wenn es falsch ist.

Im August hatte ich die erste Lumbalpunktion, diese war wegen dem starken Druck zwar sehr unangenehm, aber zu überstehen. Währenddessen wurde mir ganz übel, mir lief der Schweiß nur so runter und ich wollte mich nur noch hinlegen, da ich dachte ich kippe um. Danach hatte ich fünf Tage lang schlimmste Kopfschmerzen mit Übelkeit.
Ich durfte nach weiteren Untersuchungen nach drei Tagen nach Hause, die Autofahrt war so furchtbar, ich dachte ich schaffe es nicht. Heftige Kopfschmerzen, Übelkeit, Zittern und Schweißausbrüche machten mir das Fahren fast unmöglich. Nach fünf Tagen war alles wieder OK.

Vor vier Wochen hatte ich die zweite Lumbalpunktion und das war die schlimmste Untersuchung überhaupt in meinem Leben. Das Stechen tat so weh, es fühlte sich an, als würde mit der Nadel mehrmals rumgestochert, jeder Stich schmerzte wie ich es noch nie erlebt hatte. Der Druck und der Schmerz war extrem stark. Dann ging plötzlich ein Schmerz wie ein Blitz ins linke Bein. Dazu kam dann wie beim ersten mal Übelkeit, Schweißausbrüche und die Kreislaufprobleme. Der Schmerz war so unglaublich, das habe ich noch nie erlebt. Dieses Mal hatte ich sechs Tage Kopfschmerzen und Übelkeit, aber das kannte ich ja schon.
Ich hatte gebeten die Punktion am Schluss meines stationären Aufenthalts zu machen, was aber nicht berücksichtigt wurde. So mussten einige Untersuchungen abgebrochen werden, da ich aufgrund der Kopfschmerzen und Übelkeit fast ohnmächtig wurde.
Bei der Augenuntersuchung hoffte ich ständig, dass die endlich fertig sein würde. Aber es dauerte für mich ewig. Die Untersucherin bemerkte, wie patschnass ich geschwitzt war und wie heftig ich zitterte. Sie brach die Untersuchung ab und ließ mich mit dem Rollstuhl abholen. Ich musste dann noch sowas wie einen Intelligenztest machen, der meines Erachtens bestimmt katastrophal ausfiel, da ich wegen meiner Beschwerden fast ohnmächtig wurde und nur das Ende des Tests heransehnte. Die Untersucherin meinte aber, dass der Test trotzdem in Ordnung war.
Dieser Aufenthalt ging dieses Mal sechs Tage, was für mich positiv war, da dann das Heimfahren durch das längere Ruhen besser als beim ersten Mal ging.

Und jetzt, vier Wochen nach der Punktion, habe ich plötzlich an der Einstichstelle beim Vor- oder Zurseitebeugen Schmerzen wie bei einem starken Muskelkater. Aber das kann doch nicht sein nach so langer Zeit.
Weiß jemand was das sein könnte oder hat sowas schon selbst erlebt? Oder bin ich einfach hypochondrisch geworden?

Entschuldigung für den langen Text, aber ich wollte zur genaueren Nachvollziehbarkeit auch die Einzelheiten erwähnen.

Viele Grüße von Sabine.

Sabine

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Michael_ am Sa 18 Nov 2017 - 21:25

Hi Sabine,
ich selber hatte auch schon 3 x Mal so eine Punktion.
Aber zum Glück nicht diese Nebenwirkungen.
Einmal wurde nicht gleich Richtig getroffen, so das ich einen Schlag im Bein bekam und dann neu angesetzt wurde.

Ich durfte nach den Punktionen erstmal mich nicht bewegen. Trinken war auch wichtig.

Aber wie wir Wissen ist nicht jeder gleich.

Viele Grüße Michael
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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am So 19 Nov 2017 - 18:22

Hallo Michael,

ja ich habe auch mitbekommen, dass für manche die Punktion gar nicht schlimm ist.
Meine Bettnachbarin hatte dafür extremste Angst vor dem MRT, sie hat sich schon Tage vorher total fertig gemacht.
Mir dagegen macht die "Röhre" dagegen gar nichts aus.
Eine Krankenschwester meinte auch, dass besonders schlankere und jüngere ( freut mich, dass die mich mit 39 noch als jung ansieht) Frauen vermehrt Nachwirkungen haben. Manche sogar wochenlang.
Da hatte ich ja noch Glück gehabt.

LG von Sabine.

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Mario am Mi 29 Nov 2017 - 22:13

Hallo Sabine,

ja so ist das leider, jede Untersuchung verkraftet jeder anders, vor mancher hat man Panik, wo andere locker drauf zusteuern.

Solche Punktion wurde bei mir auch einmal als Ausschlussuntersuchung wegen möglicher anderer Erkrankung als der PLS zu diagnostizieren. Wahrlich nicht sehr angenehm und mein Kreislauf schmierte auch schnell ab. Anschließend hieß es Beine für zwei Stunden hoch und ganz viel trinken, gilt für alle Patienten nach solcher Untersuchung. Inwieweit mögliche Folgeschäden bei Nichteinhaltung oder Empfindlichkeit auftreten können, entzieht sich "zum Glück" meiner Kenntnis.

LG Mario

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Do 30 Nov 2017 - 13:15

Hallo Mario,

mir wurde zwar gesagt, ich könne nach der Punktion gleich wieder aufstehen, doch aufgrund meiner Kreislaufschwäche blieb ich mindestens noch zwei Stunden liegen. Dann ging ich nur schnell auf die Toilette, da ich den Rat viel zu trinken befolgte und in dieser Zeit, mit viel Überwindung, zwei Liter getrunken habe.
Ich denke ich hätte nicht viel besser machen können, mein Körper reagiert auf diese Untersuchung wohl so extrem.
Ich hoffe, das wird nicht mehr so oft nötig sein.

LG von Sabine.

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Mario am Fr 1 Dez 2017 - 20:03

Hallo Sabine,

nun hast Du das Ergebnis der Punktion ja schriftlich und solche Untersuchungen müssen ganz bestimmt nicht alle paar Monate gemacht werden. So gern die Kliniken vielleicht auch daran verdienen möchten.

LG Mario

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Sa 2 Dez 2017 - 0:24

Hallo Mario,

ja zum Glück.
Ich habe mich bereitgestellt, die Forschung zu unterstützen und schon zweimal jede Menge Blut, mein Nervenwasser und das Material vom Gentest zur Verfügung gestellt.

Auch MRTs, Blut, Haar- und Stuhlproben usw. können sie, wann immer sie möchten, haben. Nur beim Nervenwasser habe ich gesagt, dass sie es nur haben können, wenn es bei mir aus medizinischer Sicht sowieso abgenommen werden muss, aber nicht nur einfach so zusätzlich.

Hoffe, die Forschung kommt damit irgendwann weiter und genauere Ursachen und vielleicht was zur Heilung kann gefunden werden. Aber dafür wird halt Material benötigt, was bei der geringen Anzahl an Erkrankten natürlich schwierig ist. Deshalb stelle ich mich gern zur Verfügung.

Im Krankenhaus waren auch mehrere Studentengruppen da, die staunend meine übersteigerten Reflexe mit unerschöpflichen Klonus beklopften und sich wunderten, dass der Kniescheibenreflex sogar am Oberschenkel auslösbar ist.

LG Sabine

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Libelle am Mo 4 Dez 2017 - 0:15

Liebe Sabine,

was sind denn das für Horrorgeschichten? Oh jeh, das hört sich wirklich schlimm an! Darf ich dich fragen, in welchem Horrorkabinett (Krankenhaus) das passiert ist?

Ich hatte die Lumbalpunktion gleich beim 1. Krankenhausaufenthalt in Rottweil und ich muss sagen, ich habe davon so gut wie nix mitgekriegt, außer einem kleinen Hautpieks, so wie beim Blut abnehmen. Nebenwirkungen waren ein bisschen Kopfweh und Schlappsein 1 Tag.

Hoffentlich plagen die uns nicht wieder mit so einem Kram.

LG Regina
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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Mo 4 Dez 2017 - 19:05

Hallo Regina,

das ist ja super, dass die Punktion bei Dir so gut geklappt hat. Ich hoffe auch, dass man das nicht so häufig wiederholen muss.

Die erste Punktion, die nicht so schlimm war, war in Memmingen.
Die zweite Punktion war in Ulm, die machte eine Assistenzärztin, die es wohl noch nicht so oft gemacht hat. Sie war noch nicht so routiniert und ziemlich unsicher. Aber sie muss halt auch an Patienten üben.
Also Augen zu und durch.

LG Sabine

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Wilfried am Di 5 Dez 2017 - 13:57

Hallöchen,

Also grundsätzlich ist eine Lumpalpunktion zur Erkennung von PLS oder ALS ungeeignet. Wenn eine Lumbalpunktion einemal gemacht wurde und sich nichts hinsichtlich des Krankheitsbildes erkennen lies, sind weitere solcher Untersuchungen, auch wenn eine andere Klinik das auch mal gerne machen würde, sinnlos. Ich habe mir den Untersuchungsbericht aushändigen lassen. Bei meinem letzten Aufenthalt in der Uniklinik Essen waren sie damit voll zufrieden, zumal sich nur bei einer 180 Graddrehung des Krankheitsbildes eine neue Untersuchung begründen lässt.

Grüße Wilfried
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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Di 5 Dez 2017 - 14:24

Hallo Wilfried,

das hört sich gut an.
Dann hätten sie sich bei mir besser die zweite Punktion sparen sollen, den Bericht der ersten hatten sie ja.
Gut, dass ich nun Bescheid weiss, dann kann ich für den Fall, dass es nochmal gemacht werden soll, erst mal noch nachhaken.

LG Sabine

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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von guta am Di 5 Dez 2017 - 16:01

Hallo Sabine

Das klingt wirklich übel mit Deiner Untersuchung. Bei mir wurde die Lumbalpunktion 2010 bei meinem Neurologen in der Praxis gemacht.
Eigentlich gleich zum Anfang der Diagnosefindung, um andere Krankheiten auszuschließen. Meine Freundin hat mich hingefahren. Nach
der Entnahme blieb ich 1 Stunde auf dem Bauch in der Praxis liegen. Halb im liegen bin ich wieder nach Hause gefahren worden. Viel ge-
trunken und bis zum Abend gelegen. Weder Kopfschmerzen, noch sonst irgendwelche Probleme danach. Ich bin auch schlank, aber nicht
mehr ganz so jung Smile Ich habe dann ein halbes Jahr später in der Uniklinik 10 Tage gelegen zur Diagnosefindung.

Liebe Grüße

Gudrun
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Re: Untersuchungen zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Beitrag von Sabine am Di 5 Dez 2017 - 16:13

Hallo Gudrun,

das hört sich ja ganz gut an, wie die Punktion bei Dir verlaufen ist.
Ich wäre nicht im Stande gewesen schon nach einer Stunde heimzugehen. Aber jetzt weiss ich ja, dass es zum Glück auch anders verlaufen kann.
Vielleicht bin ich durch die heftige Migräne auch vorbelastet und es kam auch nur ganz wenig und sehr langsam Liquor. Da scheine ich nicht gerade viel davon zu habe. Wahrscheinlich kommen mehrere Faktoren, eventuell auch der sehr niedrige Blutdruck, zusammen.
Nun ist es vorüber und so hoffen wir, dass wir das nicht so schnell wieder machen müssen.

Liebe Grüße von Sabine

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