Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

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Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Klaus21 am Mo 4 Jul 2016 - 12:37

Vielleicht Hoffnung für uns (Toxoplasmose)

Habe ich gefunden und ist ganz neu, das könnte die Ursache für unsere Erkrankung sein.
Jedenfalls werde ich mich testen lassen.

Und Mäuse sind schon geheilt worden!bounce

Hier zwei Links zum nachlesen:

www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/Koennte-Toxoplasmose-Multiple-Sklerose-triggern_6476

und:

www.aerzteblatt.de/nachrichten/69290/Toxoplasmose-koennte-neurologische-Erkrankungen-beguenstigen

LG Klaus
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Re: Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Klaus21 am Di 5 Jul 2016 - 13:23

Hallo zusammen,

natürlich gilt das nur, wenn man Toxoplasmose hat. Ich habe mich gestern testen lassen und bin nun gespannt auf das Ergebnis, das ich am Donnerstag erhalte.

Wenn positiv, steht eine Prozedur dann an denn, das Antibiotikum soll nicht ohne sein mit starken Nebenwirkungen und das über mehrere Wochen hinweg.

Ich werde weiter berichten.

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Re: Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Klaus21 am Fr 8 Jul 2016 - 17:13

Hallo,

der Befund ist da! Positiv!

Antikörper sind gefunden worden, ob nun die Toxoplasmose noch aktiv ist, stellt sich erst noch raus, am Montag kommt meine Ärztin und dann besprechen wir das weitere Vorgehen.

In einem anderen Bericht habe ich gelesen, das, wenn die Toxoplasmose im Körper ist und von den Antikörpern unterdrückt wird, trotzdem einen Einfluss aufs ZNS besteht.

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Re: Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Mario am Fr 8 Jul 2016 - 19:48

Hallo Klaus,

ich hab erstmal nach der Toxoplasmose gegoogelt und das liest sich ja wahrlich nicht prickelnd bei den Symptomen.

Neuere Studien weisen auch auf mögliche Zusammenhänge zwischen der Infektion und Schizophrenie beim Menschen hin. Einige Studien lassen vermuten, dass auch beim Menschen Verhaltensänderungen auftreten. Infizierte Männer waren introvertierter, misstrauischer und risikobereiter sowie eher dazu neigend, Regeln zu missachten und die Meinung anderer zu ignorieren. Frauen mit latenter Toxoplasmose waren dagegen offener, vertrauensseliger, mehr um ihr Image besorgt und regelbefolgender als die nicht infizierte Kontrollgruppe.

Die bei Patienten mit klinisch manifester Schizophrenie häufig beobachtete Abnahme an Hirnmasse in der Großhirnrinde tritt offenbar fast ausschließlich im Falle einer gleichzeitigen (latenten) Toxoplasmose auf, und die Daten lassen vermuten, dass sie bei entsprechender genetischer Prädisposition zum Ausbruch der Krankheit führen kann. Auch suizidale Handlungen sollen bei Personen mit latenter Toxoplasmose signifikant häufiger auftreten als in der Normalbevölkerung.


Sind das alles Dinge, die auch bei Dir so aufgetreten bzw. Deinem Umfeld aufgefallen sind?

Ich kann mich erinnern, das Du mal von einem Blackout geschrieben hast, wo Du Dich einige Tage nicht bewegen konntest und es dann allmählich aufwärts ging. Was ja auch nicht für eine PLS-typisch war.

Was ich jetzt noch nicht ganz kapiert habe: hast Du jetzt "nur" diese Toxoplasmose oder auch die PLS und hat das eine mit dem anderen wirklich zu tun oder läuft beides unabhängig voneinander?

Auf jeden Fall viel Erfolg mit dem Antibiotikum, wenn es denn auf Dich zukommt.

LG Mario

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Re: Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Klaus21 am Mo 11 Jul 2016 - 13:48

Hallo an alle, Hallo Mario.

Ich sehe einen direkten Zusammenhang von PLS und Toxoplasmose.

Eine Infektion mit dem Parasiten Toxoplasma gondii fördert die Ansammlung von Glutamat im Gehirn. Das macht den Parasiten zu einem möglichen Mitauslöser für neurodegenerative Erkrankungen bei Patienten, die für diese prädisponiert sind.

In Versuchen an Mäusen zeigte sich, dass eine Infektion mit dem Parasiten zu einer Anhäufung des Glutamats im zentralen Nervensystem führte. Demnach könne eine chronische Infektion nicht als grundsätzlich gutartig betrachtet werden, so die Forscher. Bei manchen Menschen bestehe das Risiko einer Veränderung des Hirnstoffwechsels, was zu neurodegenerativen Erkrankungen führen könnte.

Die Forscher gaben den infizierten Mäusen ein Antibiotikum (Ceftriaxon), was zu Verbesserungen in Mausmodellen von ALS und einigen ZNS-Verletzungen führte. Das Antibiotikum erhöhte GLT-1, baute somit Glutamat ab und konnte neuronale Funktion wiederherstellen. Der Einfluss von T. gondii nachgewiesen wurde, einen Schlüssel -Neurotransmitter im Gehirn zu stören, wurde so zum  ersten Mal gezeigt.

Nun die schlechte Nachricht:

Toxoplasma-Infektion führt zu lebenslanger Präsenz der parasitären Zysten innerhalb der Nervenzellen im Gehirn. Wir möchten uns auf ein Projekt konzentrieren die Zysten zu töten, das ist, wo der Parasit von der Immunantwort für den Rest des Lebens der infizierten Person versteckt weiter zu entwickeln loszuwerden, die Zyste entfernt die Bedrohung durch Reaktivierung des Parasiten und das Risiko einer Enzephalitis ermöglicht uns, chronische Entzündungen im Gehirn zu minimieren.

Das bedeutet lebenslang Pillen nehmen, so lange kein Wirkstoff gefunden wird, um den Erreger völlig abzutöten.

Und die Auswirkungen der Toxoplasmose habe ich an mir feststellen können, ich bin aggressiver geworden und bin immer gleich auf 180 und die Symptome (hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten) und das ging sehr lange, das war drei Jahren vor den ersten Symptomen der PLS.

Lasst euch doch mal alle beim nächsten Blutbild auf Toxoplasmose-Antikörper testen, es kostet nichts.

LG Klaus
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Re: Toxoplasmose könnte neurologische Erkrankungen begünstigen

Beitrag von Mario am Do 14 Jul 2016 - 11:25

Hallo Klaus,

ich war gestern bei meiner neuen Hausärztin (2 1/2 Wartezeit Sad ) und habe da mal das Thema Toxoplasmose angesprochen. Sie meinte, das sie die Krankheit kenne und wüsste, das damit sehr viele Menschen infiziert würden, aber nur wenige wirklich daran erkranken und wie Du geschrieben hast, dann eben an verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen.

Den Zusammenhang von Toxoplasmose und Glutamatstörungen und PLS konnte sie aber nicht herstellen, das war ihr dann doch zu speziell und ich solle dazu doch besser an der ALS-Ambulanz nachhaken. Und die sollten dann ggf. auch einen entsprechenden Test machen.

Ich glaube allerdings nicht, das ich die von Dir oder bei Wikipedia beschriebenen Symptome entwickelt habe, aber wer kennt sich schon genau? Na und Karl-Heinz hat da sowieso bestimmt eine eigene Theorie zu mir. Rolling Eyes

Tja Mensch Klaus, da drücke ich Dir die Daumen für die Behandlung mit den Antibiotika und ich werde das Thema bei Gelegenheit nochmals an passender Stelle ansprechen.

LG Mario

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