Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

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Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von Mario am Do 30 Mai 2013 - 19:54

Hallo ihr's,

unlängst forderte mich die KKH auf, Anträge für Versorgungen außerhalb des Regelfalls für Bobath, Bewegungsbad und Massagen zu stellen. Gesagt, getan. Nach einiger Zeit kam die Antwort der KKH, nach der das Bobath für ein Jahr bis Ende Mai 2014 als Versorgung des Regelfalls genehmigt wurde (2 Doppelbehandlungen je Woche) - Bewegungsbad und Massagen hingegen nicht. U.a. stand aber auch ein Satz drin, dass dies keine Auswirkungen auf meine weiteren Behandlungen haben werde und letztlich meine Ärzte über die notwendigen Verordnungen für Bewegungsbad, Massagen etc. entscheiden würden. Das wollte ich dann aber doch hinterfragen, um nicht plötzlich mit irgendwelchen finanziellen Forderungen überrascht zu werden. Also rief ich bei meiner KKH an.

Nachdem sich die KKH zwei Wochen wegen meiner Anfrage nicht rückgemeldet hatte, hab ich dort nochmal angerufen. Also es ist jetzt wohl so, das Bewegungsbad und Massagen entsprechend dem notwendigen Bedarf ganz normal weiterverordnet werden können, während es beim genehmigten Bobath so ist, das die Doppelbehandlungen für ein Jahr weiter fix 2 x pro Woche verordnet werden müssen. Nun ja, damit ist es dann wohl geklärt, diesmal auch ganz schnell und freundlich, nach dem Anruf im Servicecenter erhielt ich umgehend (innerhalb von Sekunden) einen Anruf von einer Regionalstelle.

LG Mario
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von chris23 am Fr 31 Mai 2013 - 19:34

Hallo Mario,

also ich verstehe den ganzen Aufwand irgendwie überhaupt nicht, weil letztlich - ob nu Regelfall oder nicht - übernimmt doch sowieso die Krankenkasse die Kosten, oder? Also warum dann vorher einen Antrag auf Genehmigung stellen? Ist das bei allen gesetzlichen Kassen so?

Ich bin ja privat und lasse mir vom Hausarzt die notwendigen Verordnungen ausstellen. Zum Glück hat meine private Kasse bisher noch nie die Notwendigkeit in Frage gestellt und die Kosten übernommen, sofern die Gebührensätze nicht überschritten wurden.

Na Hauptsache, Du bleibst nicht auf den Kosten sitzen.

Lg.
Christel

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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von Mario am Fr 31 Mai 2013 - 21:12

Hallo Christel,

wie das bei anderen KK ist, weiß ich natürlich nicht, vielleicht bekommen wir später mal eine Meinung dazu. Wie ich schon geschrieben hab, war es nicht meine Idee, Anträge für Versorgung außerhalb des Regelfalls zu stellen, sondern die der KK.

Bei einem der Telefonate mit der KK fragte mich die Mitarbeiterin der KK übrigens das selbe wie Du: warum ich denn den Antrag überhaupt gestellt habe!? Da stehste dann nur mit offenem Mund da.

Und genau wegen der möglichen Kosten hab ich dann ja nachgefragt und zumindest die Sorge hat man mir nun nehmen können.

LG Mario
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von andreag am Mo 10 Jun 2013 - 14:07

chris23 schrieb: Also warum dann vorher einen Antrag auf Genehmigung stellen? Ist das bei allen gesetzlichen Kassen so?

Hallo Christel, hallo Mario!

Ich habe zwar ganz andere Erkrankungen, habe aber gerade gesehen, dass Ihr hier rätselt, warum man diese Genehmigungen für die Dauerverordnungen stellen sollte.
Vor einiger Zeit hatte ich auch das Problem, dass ich diese Genehmigung beantragen musste, bei mir war aber mein behandelnder Orthopäde die treibende Kraft, nicht die KK. Du hast schon Recht Christel, dass immer die KK die Kosten übernehmen muss, egal ob mit oder ohne Genehmigung. Entscheidend ist diese Genehmigung nur für den verordnenden Arzt, denn ohne Genehmigung gehen alle Verordnungen über sein Budget und wenn er dieses überschreitet, geht er in den Regress. Daher sind die Ärzte oftmals ja auch sehr zurückhaltend mit ihren Verordnungen am Ende des Quartals. Wink
Mein behandelnder Orthopäde hat mir knapp 5 Jahre KG und MT außerhalb des Regelfalls verordnet ohne zu murren. Aber dann sagte er mir, dass nun diese Genehmigung beantragt werden muss, denn sonst kann er mir keine Verordnungen mehr geben. Also wurde der Antrag gestellt, abgelehnt, Widerspruch geschrieben, wieder abgelehnt und dann nach dem zweiten Widerspruch dann doch für ein Jahr erteilt. Nun können meine Ärzte mir Verordnungen für KG, MT und Fango erteilen, ohne dass diese über ihr Budget geht. Also sind die Gewinner hier die Ärzte und letztendlich auch die Patienten, weil diese nun weiterhin durchgehend die zwingend notwendigen Verordnungen und somit Behandlungen erhalten.

Einen sonnigen Montag wünscht Euch,

Andrea
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von chris23 am Mo 10 Jun 2013 - 14:36

Hallo Andrea,

lieben Dank für Deine Ausführungen und schön Dich kennen zu lernen. Ich dachte mir schon, dass es dabei wieder mal um die "Kohle" geht. Wir möchten doch nicht, dass unsere behandelnden Ärzte in finanzielle Nöte geraten, oder?

Darf ich fragen, was Dich in dieses schöne Forum verschlägt?

Lg.
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von andreag am Mo 10 Jun 2013 - 15:13

chris23 schrieb:
Darf ich fragen, was Dich in dieses schöne Forum verschlägt?

Hallo Christel!

Genau, wie fast immer, geht es um die Kohle. Mein Doc war dann irgendwann nicht mehr bereit sein Budget mit meinen Verordnungen zu belasten, nachdem er dieses ohne zu murren knapp 5 Jahre durchgehend gemacht hatte. Irgendwie kann ich ihn da aber auch verstehen, denn ich benötige sehr viel KG und MT, mindestens 2-3 Mal die Woche und dann auch oft Doppelstunden. Und da gehen die Verordnungen dann rasend schnell weg..... Wink

Du fragst, was mich hierher verschlagen hat. Wie ich in meinem ersten Beitrag schon geschrieben habe, habe ich div. andere Erkrankungen, u.a. inkomplette Querschnittlähmung, Kollagenose, dadurch Versteifung meiner Schultergelenke und sofortiger Vernarbungen alle OP-Gebiete, die ich bisher hatte, wie Bandscheiben-OP's, Schulter-OP's und Gebärmutterentfernung. Aufgrund dieser Erkrankungen bin ich irgendwann auf das Bandscheibenforum gestoßen, wo Mario auch Mitglied ist. Dort haben wir uns also kennen gelernt und ich wollte mal seine schöne Homepage besuchen. So kam ich dann in dieses Forum und sah dieses Thema, welches mich ja auch betrifft.

Viele Grüße,

Andrea
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von Mario am Mi 12 Jun 2013 - 21:55

Hallo ihr's,

und willkommen an Andrea hier im Forum. Stimmt, wir kennen uns schon eine ganze Weile aus dem Bandi-Forum und ich denke, wo Andrea mit diskutieren kann, da sollte sie es auch tun - na und zum Quasseln kann ja wohl jeder seinen Teil beitragen.

Zum Thema: ich glaube, meine ALS-Ambulanz würde die Verordnungen wohl auch so weiter an mich schicken, weil sie ja nicht diese Kontingentierung haben wie manch Fach- oder gar Hausarzt, aber ich werde diese Bescheide der KK ihnen auf jeden Fall mitschicken, wenn ich das nächste Mal Verordnungen für Physiotherapie anfordere.

Wie ich schon geschrieben hatte, war es ja die Idee der KK gewesen, diese Anträge für Versorgung außerhalb des Regelfalls zu stellen.

LG Mario
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Re: Versorgung außerhalb des Regelfalls und weitere Therapien

Beitrag von andreag am Mi 12 Jun 2013 - 23:10

Admin schrieb:
und willkommen an Andrea hier im Forum. Stimmt, wir kennen uns schon eine ganze Weile aus dem Bandi-Forum und ich denke, wo Andrea mit diskutieren kann, da sollte sie es auch tun - na und zum Quasseln kann ja wohl jeder seinen Teil beitragen.

Wie ich schon geschrieben hatte, war es ja die Idee der KK gewesen, diese Anträge für Versorgung außerhalb des Regelfalls zu stellen.

Hallo Mario!

Vielen Dank für Deine freundliche Aufnahme in Deinem Forum.

Ich finde es übrigens sehr interessant, dass bei Dir sogar Deine KK Dir geraten hat, diese Anträge zu stellen. Sowas habe ich bisher noch nie gehört. Normalerweise regen sowas ja immer die verordnenden Ärzte an. Wink
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