Abgelehnte Reha für meinen Mann

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Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von Christa57 am So 1 Jul 2018 - 13:05

Hallo Ihr Lieben,

ich bin mal wieder außer mir! Der Hausarzt hat bereits Mitte April für meinen Mann eine Reha beantragt, weil noch starke Depressionen zu dem Krankheitsbild hinzugekommen sind. Nach einer endlosen Warterei und jede Menge Fragen der Deutschen Rentenversicherung wurde die Reha mit der Begründung abgelehnt, dass keine Besserung zu erwarten sei und eine Krankenbehandlung im Rahmen der Krankenversicherung wäre völlig ausreichend!

Ich stehe völlig neben mir und ich weiß nicht so richtig, was ich tun soll und was vor allem sinnvoll ist! Hat auf diesem Gebiet jemand schon solche Erfahrungen gemacht? Ich wäre um jeden Tipp dankbar! Sad

Einen schönen Sonntag Euch allen!
Eure Christa
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Christa57

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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von MartinR am So 1 Jul 2018 - 15:17

Moin Christa,

lass den Ablehnungsbescheit durch einen Sozialverband (SoVD;VDK; o.ä.) prüfen und ggf. darüber Widerspruch einlegen bzw. Klage führen. Durch die Einschaltung eines Sozialverbandes werden die Widersprüche meist positiv beschieden.

Evtl. auch Reha über die Krankenkasse prüfen.

Viele liebe Grüße und Kopf hoch, es wird schon.

Martin

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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von Sabine am So 1 Jul 2018 - 21:20

Hallo Christa,

häufig kommt es erst mal zu einer Ablehnung, da darauf gehofft wird, dass die Meisten dann aufgeben, weil es ihnen zu umständlich ist.

Das war bei mir vor Jahren auch so. Ich habe dann selbst Widerspruch eingelegt und ohne Probleme sofort eine Zusage bekommen.

Wie Martin auch schreibt ist es auch möglich, dass die Krankenkasse bezahlt. Das heisst dann halt nicht Reha, sondern Klinikaufenthalt.
Das hatte ich auch schon mal. Vor allem bei Rentnern ist das oft so, weil die ja nicht mehr arbeiten und die Rentenversicherung normal nur bezahlt, wenn sie erwarten, dass man durch die Reha wieder arbeitsfähig wird.

Achte aber darauf, es gibt eine Frist, innerhalb der du Widerspruch einlegen musst.

Es lohnt sich auf jeden Fall, ich würde auch bei der Krankenkasse anrufen.

Das ist zwar alles sehr aufwendig, aber leider muss man oft kämpfen, um zu bekommen, was einem zusteht.

Liebe Grüße von Sabine

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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von helmut göbel am Do 5 Jul 2018 - 8:12

Hallo Christa,

Lege auf jeden Fall Widerspruch ein, das mit dem Klagen vor dem Sozialgericht würde ich dir nicht empfehlen, bis da eine Entscheidung getroffen ist das kann bis zu 3 Jahren dauern, das kenne ich von 2 Guten Bekannten.

Ich würde alle relevanten Unterlagen die zu der Entscheidung geführt haben anfordern, dann siehst du was genau zur Ablehnung geführt hat, dementsprechend kann dein Arzt besser wäre der Neurologe den Widerspruch begründen.
Eine gute Versorgung vor Ort ist gar nicht möglich, bei mir gibt es bei der Logo und Ergo Wartezeiten bis zu 6 Monat.
Wende dich auch an die Krankenkasse.
Bei mir wurde letztes Jahr 3 mal die Reha abgelehnt, ich habe mich dann an den Widerspruchsausschuß Gewand der hat die Reha doch noch bewilligt, hat sich aber 5 Monaten verzögert das ganze.

Ich fahre morgen zur 10ten Reha nach Bad Sooden, mir bringt die Reha sehr sehr viel deshalb versuche ich jährlich zu gehen was mir bis jetzt immer gelungen ist, kostet zwar viel Nerven die Widersprüche aber der Kampf lohnt sich.

Grüße an ALLE
Helmut
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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von Christa57 am Sa 14 Jul 2018 - 15:06

Ich danke dir für die aufschlussreiche Antwort!
Es ist halt immer wieder schlimm, dass man um alles kämpfen muss! Was ist das für eine Klinik und lief das über die Krankenkasse? Ich wünsche dir noch wunderschöne Tage! ♥️♥️♥️
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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von Christa57 am Sa 14 Jul 2018 - 15:07

Ich danke dir für die aufschlussreiche Antwort!
Es ist halt immer wieder schlimm, dass man um alles kämpfen muss! Was ist das für eine Klinik und lief das über die Krankenkasse? Ich wünsche dir noch wunderschöne Tage! ♥️♥️♥️
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Re: Abgelehnte Reha für meinen Mann

Beitrag von Klaus21 am Sa 14 Jul 2018 - 16:54

Hallo Christa,
du kannst sogar mitfahren mit deinem Mann, wenn er Kennzeichen „B“ bzw. „H“ in Schwerbehindertenausweis hat. Ich habe auch erst vor kurzen davon gehört.(dank Helmut)
Das muss aber vor der REHA mit der KK abgesprochen werden, dann bekommt ihr ein Zimmer in der Klink und die Kosten für dich übernimmt die KK. Du darfst auf keinen Fall außerhalb der Klinik wohnen sonst stellt sich die KK quer.
Schau mal hier: https://www.betanet.de/begleitperson.html ,ob das für euch zutrifft.
Ich habe ja schon Kennzeichen „H“ und müsste die Begleitperson bezahlt bekommen.
LG Klaus
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