Mein Selbstversuch

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Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Sa 17 Jun 2017 - 19:11

Hallo nun an Alle,

da doch Interesse von mehreren von Euch besteht, berichte ich schon jetzt über meine Methode und nicht wie erst angekündigt erst Ende Juli.
Ich mache das jetzt ca. einen Monat und kann Erfolge verzeichnen, auch wenn nur täglich klitzekleine sind, aber über die Zeit läppert sich das (Kleinvieh macht auch Mist).

In der Zeit hat sich bei mir gebessert: Sprache, Schlucken, Fingerbeweglichkeit und natürlich der Optimismus wieder gesund zu werden.

Dann mal los: ich habe zu Anfang 4 Tage gefastet, dann danach 1 Woche normal gegessen und dann mit dem 16 Stunden täglichen Fasten angefangen. Mit dem Fasten steht alles im Buch

„Heilen mit der Kraft der Natur Meine Erfahrung aus Praxis und Forschung – Was wirklich hilft“ von PROF.DR.Andreas Michalsen.

Da ist alles gut und verständlich beschrieben, ich habe mir das als E-Buch gekauft, sollte man auch, denn dann versteht man, was Fasten im Körper macht. Zur selben Zeit (Beginn 16 Stunden Fasten) nehme ich täglich 2 x 500 mg Propionsäure, als Medikament „PROPICUM“ - kosten im Monat 24 €. Propionsäure braucht die sogenannte Polizei in unserem Gehirn; man nennt sie die „Mikrogliazellen“ und wenn von unserem Darm die Propionsäure nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt wird, kommt es zum Verkümmern der Mikrogliazellen und ein Haufen Müll lagert sich im Gehirn ab. Zusätzlich trinke ich täglich 2 cl. Leinöl wegen Omega 3, weiterhin habe ich Zucker reduziert  und meine Nahrung auf mehr Fett umgestellt.

Probiert es aus, vielleicht wirkt es ja bei Euch auch so wie bei mir. Zu der Propionsäure auch bekannt als E 280 in Lebensmitteln könnt ihr im Internet nachschauen, es war mal in Visite im TV und wird auch bei MS, Parkinson und Demenz angewendet.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Franzi am Sa 17 Jun 2017 - 22:12

Hallo Klaus!

Ich habe mir das Buch schon besorgt!! Jetzt muss ich es nur noch lesen - und das werde ich durch deinen positiven Bericht ganz bald machen!! Toll, dass du schon Erfolge verzeichnest!!!

Ganz liebe Grüße
Franzi
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Sa 17 Jun 2017 - 22:44

Moin Klaus,

die Leseprobe im Internet verspricht Spannendes. Ich werde mir das Buch kaufen und dann erstmal lesen, mit meinem Neurologen die Wechselwirkungen mit meiner Medikation besprechen und dann wahrscheinlich mit seiner Begleitung ausprobieren, ob es auch für mich das Richtige ist.

Danke für diesen Tipp und Glückwunsch zu Deinen Erfolgen.

Viele Grüße

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Di 20 Jun 2017 - 15:37

Hallo an Alle,

ich wollte euch noch mal Mut machen es auszuprobieren.

Mit dem Fasten, dass hatte ich mich schon lange interessiert, aber ich hatte es noch nicht richtig ausprobiert und viele hatten mir abgeraten, bis ich dieses Video gesehen hatte. Ich dachte, wenn es bei MS solche Wirkung zeigt, probiere es doch auch mal, vielleicht bringt es auch was bei PLS.

Und mit den Mikrogliazellen und deren Bedeutung hatte ich auch beiläufig mal gelesen, aber weiter keine große Bedeutung geschenkt bis zu diesemVideo.

Wer mehr wissen will über die Mikrogliazellen, kann sich hier informieren.

Den größten Effekt hatte ich nach den vier Tagen Fasten und ich werde auch Anfang Juli noch mal 4-5 Tage fasten. Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig mehr Mut machen, aber beim 16 Stunden Fasten und bei der Einnahme von Propionsäure sind die Fortschritte nur sehr leicht zu spüren, aber es sind Fortschritte.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Fr 30 Jun 2017 - 17:24

Hallo an euch Alle,

Update: nun mache ich dies schon 2 Monate und ich kann sagen, es geht mir immer besser und fühle mich seit langem wieder richtig gut. Ab Montag werde ich voll Fasten, also nur trinken und mal sehen wie lange ich durchhalte, geplant habe ich fünf Tage.

Ich werde dann weiter berichten.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Sa 1 Jul 2017 - 14:04

Moin Klaus,

es ist erstmal schwer, den inneren Schweinehund davon zu überzeugen, dass es losgehen soll mit dem Fasten. Da dieses und nächstes Wochenende noch große Familienfeiern anstehen, will ich ab dem 10.07. mit dem Fasten beginnen. Dadurch, dass ich es hier schreibe, hoffe ich auf einen guten Einfluss auf den inneren Schweinehund und auf die positive Entwicklung beim Fasten.

Ich werde dann über meine Erfahrungen berichten.

Bis dann

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Sa 1 Jul 2017 - 15:54

Hallo Martin,

hast du das Buch schon gelesen? Dann weist du auch bestimmt, welche Methode du anwenden willst, es gibt ja mehrere Methoden des Fastens. Ich wähle die mit den 400-500 kcal am Tag, da bauen die Muskeln nicht so ab. Dann kann ich ein Liter Gemüsesaft trinken, 20 ml Leinöl und am Abend 0,5 Liter Hell Bier.

Ich muss dagegen schon Montag anfangen, denn eine Woche später kommt eine Freundin meiner Frau zu Besuch und die ist Köchin und kocht dann wieder und das will ich dann auch voll genießen können. Nur Mut, du musst immer sehen was daraus resultiert und das es dir dann besser geht, das ist doch eine Aussicht.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Franzi am Sa 1 Jul 2017 - 16:53

Hallo Klaus!

Kann nur nochmal sagen, dass ich das toll finde ... habe auch deine Videos angeschaut - und es klingt alles durchaus logisch. Werde das sicher auch probieren!

LG und viel Erfolg weiterhin!
Franzi
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Do 13 Jul 2017 - 19:23

Hallo Franzi und alle anderen, die das interessiert,

also ich habe meine fünf Tage Fasten hinter mir und es hat nicht groß was gebracht. Das liegt wahrscheinlich an dem Umstand, dass ich ja schon das 16 Stunden Fasten praktiziere.

Der zweite Tag war für mich der schlimmste Tag und am dritten Tag bemerkte ich, dass ich schwächer wurde, einen sechsten Tag hätte ich nicht mehr durchgestanden. Das 16 Stunden Fasten ist genau das richtige für mich, da wird man nicht schwächer und der Körper hat dann die Zeit zum Recycling.

Für grundlegende Arbeiten zum Recycling zellulärer Bestandteile erhielt Professor Yoshinori Ohsumi aus Tokio den Medizinnobelpreis 2016. Er bestätigt die These, das Fasten dem Körper hilft, falsch gefaltete Proteine abzubauen und der Wiederverwertung zuzufügen. Dieses geschieht in unserer Leber und er fand auch raus, dass für jede neurodegenerative Erkrankung ein bzw. mehrere falsch gefaltete Proteine verantwortlich sind. Wenn nun zu viele falsch gefaltete Proteine im Körper sind, schafft die Leber sie nicht mehr zu recyceln und es kommt zu einem Stau in den Motoneuronen und sie sterben ab. Die Leber kann auch die Fähigkeit verlieren, bestimmte Proteine abzubauen. Die Leber recycelt immer dann, wenn der Verdauungsvorgang abgeschlossen ist, also dann, wenn wir eine Zeit lang nichts gegessen haben. Der Prof. Michalsen beschreibt auch einen Fall in seinem Buch, von einem Mann der ALS hatte und sehr alt wurde trotz ALS. Er praktizierte das Interwallfasten und die vorschreitenden Verschlechterungen schwächten sich stark ab.

Jetzt kann jeder von euch für sich entscheiden was er macht, ich auf jeden Fall werde weiter 16 Stunden fasten und meiner Leber helfen, Schrott abzubauen.

LG Klaus
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Auch ich bin im Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Do 13 Jul 2017 - 22:46

Moin moin,

ich habe am Montag, eher Sonntagnachmittag, mit dem Fasten begonnen. Am Montag Nulldiät und ab Dienstag mittags einen Teller selbst gekochte Suppe mit püriertem Gemüse ca. 90 - 400 Kcl je nach Geschmack und Rezept. Montag und Dienstag waren gemein, aber nun komme ich gut damit zurecht. Auch nehme ich Propicum um die Mikrogliazellen zu stärken. Wenn es weiter so läuft, möchte ich auf 10 Tage fasten kommen um dann in das 16/8 Fasten überzugehen. Die Ernährung wird dann umgestellt auf eine Mischform aus mediterraner und ketogener Kost; die rein ketogene Ernährung ist mir doch zu brutal im Hinblick auf die Nierenstein fördernde Wirkung.

Zur Zeit gehen meine Hautentzündungen zurück, die Sprache ist heiserer geworden, aber nicht besser. Das Gehen fällt mir etwas schwerer, die Fußheber arbeiten nicht so, wie ich es gerne hätte. Der Kopf ist freier, ohne Druck oder Schwindel.

Doch nach vier Tagen so fasten darf ich auch nicht zu viel erwarten.

Da ich der Schulmedizin weiterhin treu bleibe und die Naturheilkunde ergänzend einsetze, wird es sicher eine Weile dauern, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt.

Ich werde weiter berichten.

Viele Grüße

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Fr 14 Jul 2017 - 20:52

Hallo Martin,

da kannst du aber stolz sein, das du es gewagt hast erstmal anzufangen mit dem Fasten.

Wenn ich mir vorstelle, was es mir gebracht hat nach dem ersten Fasten, vor dem Mai dieses Jahres konnte ich fast gar nicht mehr auf dem PC schreiben und beim Schlucken musste ich erstmal die Flüssigkeit im Mund paarmal hin und her spülen, bis ich dann endlich runterschlucken konnte und dann habe ich mich trotzdem noch verschluckt. Aber höre auf deinen Körper, wenn es nicht mehr geht zu Fasten, breche dann ab.

Die 16/8 Methode bringt auch was und eine volle ketogene Kost ist auch fast unmöglich im täglichen Leben. Man kann auf Zucker fast verzichten und eben mehr fettiger essen und die Kohlenhydrate reduzieren. Das hat nun auch die Schulmedizin begriffen und es laufen weltweit nun Studien zum Fasten, auch an der Charité in Berlin.

Wir Menschen sind es nicht von Natur aus gewöhnt im Essensüberfluss zu leben, andere Menschen verhungern  und wir im goldenen Westen zahlen nun den Tribut für unseren Überfluss.

Aber warte ab nach dem Fasten, bei mir stellten sich die Erfolge nach und nach ein.

Wenn es ca. 140 PLS Fälle in Deutschland gibt, dann glaube einfach nicht mehr daran, das es eine neurologische Krankheit ist und tippe eher auf eine Stoffwechselstörung bei uns.

Wäre schön, wenn noch mehrere von uns das Fasten ausprobieren würden.

Ich bin nun gespannt auf deine nächsten Berichte.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Di 25 Jul 2017 - 20:23

Hallo Martin,

nun berichte doch mal von deinem Fasten. Hat es was für dich gebracht? Oder eher nicht, schreib doch mal.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Di 25 Jul 2017 - 23:31

Moin allerseits,

mein Fasten ging über 10 Tage. Pro Tag gab es einen Teller Suppe, selbst hergestellt mit dem Thermomix nach dessen Rezeptbuch (je Portion zwischen 90 und 300 kcal). Die letzten drei Tage gab es zwei Teller dieser Mahlzeiten, da die Kraft merklich nachließ. Direkt nach dem "vollfasten" waren als Erfolg das Nachlassen der Hautentzündungen und eine, durch den Physiotherapeuten festgestellte, Verminderung der Muskelspannung der Oberschenkelmuskulatur zu beobachten.

Ich bin direkt in das "angepasste" 16/8-Fasten übergegangen; angepasst deshalb, weil im Moment die Intervalle noch schwanken, aber mindesten 14 Stunden betragen. Nach nun knapp einer Woche gibt es leichte Verbesserungen im Sprechverlauf (flüssiger und nicht so anstrengend, aber für Außenstehende noch relativ schwer verständlich) und in der Beweglichkeit der Beine. Da meine Symptome ziemlich wetterabhängig sind, habe ich bei diesem nasskalten Tiefdruckwetter so meine Probleme beim Gehen am Rollator (Stolpern durch vermehrte Fußheberschwäche).

An Gewicht habe ich fünf Kilo verloren. Bei der Ernährung experimentiere ich noch mit der für mich richtigen Zusammenstellung; die Hautentzündungen melden sich gerade zurück. Evtl kommt auch eine vegetarische Ernährung in Frage, wir werden es sehen.
Die schulmedizinische Behandlung mit Baclofen, Riluzol, Rivotril und Pantoprazol wird weitergeführt, dabei mit 2 x 500mg Propicum ergänzt. Zur Dehnung der Wadenmuskulatur setze ich eine therapeutische "schiefe Ebene" ein, auf der ich drei mal täglich 5 Minuten stehe. Es zieht zwar meist saumäßig, aber dadurch hoffe ich besser zu gehen.

Ich denke mal, dass der Körper sich bald an den neuen Rhythmus mit zwei Mahlzeiten gewöhnt. Meine "Coloradosucht" pirat habe ich schon überwunden. Die können auf dem Tisch stehen, ohne dass ich zugreifen muss.

Mit der Zeit wird es sich zeigen, wie weit ich diesen Weg mit welchen Erfolgen gehen kann. Ich bin aber sehr zufrieden, dass ich damit begonnen habe. lol!

Bitte immer daran denken: Was für den Schied gut ist, könnte den Schneider töten.

Soweit erstmal für heute.

LG

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Mi 26 Jul 2017 - 16:01

Moin moin,

heute ist ein guter Tag; während der Logopädie konnte ich 30 Minuten am Stück so verständlich sprechen, dass keine Rückfragen nötig waren. Auch andere Gäste im Fahrstuhl konnten mich gut verstehen. bounce

Gruß

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Do 27 Jul 2017 - 13:47

Hallo Martin, hallo an alle,

Du und ich sind wohl der kleine Beweis das das Fasten doch Wirkung zeigt.

Es geht doch nur darum, die PLS-Uhr zurückzustellen, um Zeit zu gewinnen, bis ein geeignetes Medikament gefunden wird. Und ich kann genau mitfühlen, wie es ist, wenn man wieder etwas kann, was lange verloren schien.

Solange die Motoneuronen noch nicht abgestorben sind, können sie sich wieder regenerieren, das hat ein Wissenschaftler des Max-Planks Institutes nachgewiesen. Er wies nach, das, wenn man Fadenwürmern die vollgestopft mit falsch gefalteten Proteinen einen Stoff verabreicht (Geldanamycin), sie von total unbeweglich zu völlig beweglich wurden und alle falsch gefalteten Proteinen abgebaut werden.

Das ist auch unser Problem, die verklebten und falsch gefalteten Proteinen in unseren Motoneuronen. Aber Geldanamycin ist toxisch und für Säugetiere hoch giftig und somit für uns Menschen nicht verwendbar. Die Forscher sind nun dabei einen anderen Stoff zu suchen mit gleichen Eigenschaften, nur nicht toxisch. Auch beim Fasten setzen wir die Zellen unter Stress, so wie auch das Geldanamycin, und es entsteht ein Hitzeschockprotein und das bewirkt den Abbau von verklebten und falsch gefalteten Proteinen.

Bei der Demenzforschung ist ein Medikament in Phase III gekommen und wenn es die Phase besteht, dann wohl auf dem Markt 2019-20 erhältlich ist und es soll genau die Verklebung der Proteine in den Nervenzellen verhindern. Es ist also bald heilbar unsere PLS (vorsichtig gemeint) und so lange müssen wir unsere Motoneuronen am Leben erhalten so dass sie sich wieder dann regenerieren können.

LG Klaus

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=ORdYLvVUs0M
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Do 27 Jul 2017 - 14:23

Moin Klaus,

wie kannst Du eigentlich diese fiesen Propicum-Tabletten schluchen? Im ganzen bekomme ich sie nicht hinunter; ich öffne sie und streue das Pulver auf den Brotbelag oder auf einen Löffel zur Hauptmahlzeit.
Bei meinen Schluckbeschwerden schiebt die Zunge Tabletten meist nach vorne zu den Zähnen und nicht nach hinten zur Speiseröhre. Aber so geht es.

Gruß

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Do 27 Jul 2017 - 15:00

Hallo Martin,

auch ich habe Schwierigkeiten mit dem Schlucken der Pillen. Manchmal geht es und manchmal nicht, dann lutsche ich sie oder auch manchmal öffne ich sie und streue sie in den Kaffee, guter Zuckerersatz. Und deinen Spruch: „Was für den Schied gut ist, könnte den Schneider töten“ finde ich richtig gut. Der Fadenwurm wird gesund und der Mensch stirbt an Geldanamycin.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Do 27 Jul 2017 - 20:26

Hallo Martin,
noch mal ne Frage was meinst Du mit deiner Haut?
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Do 27 Jul 2017 - 21:43

Moin Klaus,

es sieht aus wie eine Mischung aus Neurodermitis und einer Art Abzess. Einerseits bilden sich an verschiedenen Stellen Eiterpickel und andererseits flächige entzündete Gebiete.

Durch das Fasten kommen die Entzündungen zum Stillstand (siehe Michalsen). Durch welchen Mechanismus sie wieder aufblühen, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich vermute aber, dass das mit dem tierischen Eiweiß zu tun hat; daher werde ich auch mal die vegetarische Ernährung ausprobieren, um zu sehen, ob es Veränderungen gibt. Insgesamt ist der CRP-Wert (Entzüngungswert) im Blut schon seit Jahren erhöht; aber während des Fastens haben wir nicht gemessen.

Da haben wir tatsächlich einen neuen Ansatz für die Suche gefunden! confused

Gruß

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Franzi am Fr 28 Jul 2017 - 17:18

Hallo ihr zwei Faster!

Ich wollte euch nur sagen, dass ich euch toll finde!! Weiter so!

Glaubt ihr, muss man so eine Fastenwoche einlegen oder kann man auch gleich mit 8/16 beginnen?

Liebe Grüße Franzi
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Klaus21 am Fr 28 Jul 2017 - 19:47

Hallo Franzi, hallo Michael,

ich glaube schon, dass Du gleich mit dem 16/8 Faste anfangen kannst. Natürlich hast Du dann nicht gleich den Effekt wie beim normalen Fasten, aber dein Körper wird es dir danken. Das Fasten löst nur einen Säuberungseffekt aus und keine Heilung, das Problem sind die verklebten und falsch gefalteten Proteine (Eiweiße) in den Zellen.

Ich gehe jetzt davon aus, das bei uns PLS-ler einige Proteine falsch gefaltet werden, darum auch der langsame Verlauf der Krankheit, im Gegensatz zur ALS, wo wohl dann viel mehr Proteine falsch gefaltet werden. Wenn Du die Möglichkeit hast deinen CRP-Wert (Entzündungswert) vor dem Fasten kontrollieren zu lassen, denn ich und auch Michael haben einen erhöhten Wert schon lange. Ich werde ihn bei der nächsten Blutuntersuchung auch testen lassen und mal sehen, ob der Wert dann besser geworden ist durch das Fasten.

Aber passe auf beim Fasten, wenn Du nicht abnehmen willst, das Du immer genug essen tust. Noch mal zum CRP-Wert, meine Ärztin kann sich auch nicht erklären wo der erhöhte Wert her kommt, sie hatte mich darauf noch mal groß testen lassen auf fast alle bekannten Infektionen, aber nichts gefunden.

Martin, hattest Du das mit der Haut schon vor der PLS gehabt? Oder erst mit der PLS? Ich hatte vor der PLS niemals Schwierigkeiten gehabt, aber vor ein paar Jahren fing meine Haut an zu spinnen und seitdem habe ich ab und zu Schuppen auf der Stirn und es juckt auch heftig.

LG Klaus
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Fr 28 Jul 2017 - 21:14

Hallo Klaus, hallo Franzi,

egal mit welcher Art fasten man beginnt, Hauptsache man startet. Es gibt auch die Möglichkeit ein Intervall von 24/24 zu nehmen, also einen Tag Essen und am nächsten Tag zu fasten, immer im Wechsel. Welchen Weg man geht, muss man selbst entscheiden. Wichtig ist der Verzicht auf bzw. die Minimierung des Zuckers auf das unterste Maß. Um dem Muskelabbau beim Fasten entgegenzuwirken sind bis 400 kcal täglich machbar, auch beim "vollfasten"; beim Intervallfasten zwischen den Mahlzeiten Pausen von 4-5 Stunden einplanen.

Das Problem mit den falsch gefalteten Eiweißen und dem dadurch verursachten Verkleben der Neurone im Gehirn kann man mit einer fehlerhaften bzw. ausgefallenen Müllabfuhr vergleichen. Durch das Fasten wird die Müllabfuhr gestärkt und kann vermehrt die falschen Eiweiße abtransportieren. Leider kann schon zerstörtes Material der Neuronen, nach heutigem Wissensstand, nicht wieder aufgebaut werden. Darum kann/sollte es von Vorteil sein, die Müllabfuhr so früh wie möglich zu unterstützen.

Im Gegensatz zur ALS sind bei uns PLS-lern ja nur die Motoneurone (Schaltstellen) im Gehirn betroffen und nicht auch noch an den Muskeln selber. Daher ist die Atrophie (Muskelschwund) bei uns relativ selten.

@Klaus: die Hautprobleme ähnlich der Neurodermitis habe ich schon sehr lange (ca. über 20 Jahre), die flächigen Entzündungsstellen sind erst seit kurzem aufgetaucht, ca. acht bis zehn Wochen. Diese Stellen, aber auch die anderen, jucken und "laden zum Kratzen ein". Eine Hautcreme für trockene und empfindliche Haut wirkt lindernd.

Liebe Grüße

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Franzi am Sa 29 Jul 2017 - 11:46

Hallo Klaus!

Mein CRP-Wert ist vollkommen normal - habe ihn gestern gleich testen lassen.

Aber Danke für eure raschen Antworten!!!

Liebe Grüße und schönes Wochenende

Franzi
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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von MartinR am Mi 2 Aug 2017 - 21:11

Moin alle miteinander,

dass das Fasten die Entzündungsprozesse im Körper positiv beeinflusst, hatte ich ja schon geschrieben. Als wir gestern einen Familienausflug machten, habe ich "gesündigt", statt 16/8 - Fasten Pommes und Currywurst zum Mittagessen, schon blühten die Entzündungen innerhalb von 30 Minuten wieder stark auf. Also folgt auf jede Aktion eine Reaktion.

Es sind aber trotzden auch noch kleinere Erfolge zu vermelden: die Feinmotorik der Finger wird beim Knöpfen besser, die starken Spannungen der Muskulatur gehen zurück, innerhalb des Hauses kann ich einige Meter mit dem Handstock statt mit dem Rollator gehen.

Viele Grüße

Martin

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Re: Mein Selbstversuch

Beitrag von Esther am Fr 4 Aug 2017 - 13:11

Hallo Ihr Faster und alle, die es vielleicht werden wollen!

Also ich habe mir das Buch jetzt auch bestellt. Ich lese erst mal und schaue, wie ich an die Sache heran gehe.

Ich habe aus meiner Geschichte heraus auch eher den Verdacht, dass es sich um eine Stoffwechselerkrankung handeln könnte.

Grüße von Esther
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