Der lange Weg zur EMR

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Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Fr 12 Mai 2017 - 13:14

Moin moin,

am 29.12.16 habe ich bei der Rentenanstalt den Antrag auf EMR gestellt und mit dem Entlassungsbrief aus der Uniklinik Heidelberg gegründet. Eine Eingangsbestätigung des Antrages musste ich nach 8 Wochen erbitten, da von der DRV "so etwas nicht vorgesehen" ist. pale    
Eingang des Antrags war übrigens der 02.01.17. Arrow

Heute bekam ich nun Nachricht, dass zur Beurteilung meiner Erwerbsfähigkeit noch ein ambulanter Gutachtertermin notwendig sei. Das Datum dafür wird mir später direkt vom Gutachter mitgeteilt. confused

Schauen wir mal, wann das sein wird. Mad

Ich werde weiter berichten.

Schöne Grüße aus dem heute verregneten Aurich

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Mario am Mo 22 Mai 2017 - 10:43

Hallo Martin

ja die Regularien und Mühlen der DRV zu durchschauen ist wohl eine Kunst, die niemand beherrscht.

Ich hab damals den Antrag auf EMR gestellt und hatte den Rentenbescheid auf unbefristete EMR nach knapp 14 Tagen in Händen. Ohne Gutachter oder Nachfragen bei den Ärzten, nur mit dem Bericht der ALS-Ambulanz.

Nach den Beschreibungen Deiner Einschränkungen wundert es mich schon, das man Dich so an der langen Leine führt, bin aber recht sicher, das Du letztlich Erfolg haben wirst mit Deinem Antrag.

LG Mario

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Klaus21 am Do 25 Mai 2017 - 13:35

Hallo an Alle,

mal eine Frage, wer kennt sich von Euch mit dem Rentenrecht aus?

Mein Problem: Ich hatte 2011 einen Rentenantrag gestellt (EMR) der abgelehnt wurde, da ich die geforderten 36 Monate vorher nicht Beiträge gezahlt hatte, denn ich bin Handwerksmeister und hatte mich befreien lassen. Daher habe ich auch keinen Widerspruch eingelegt.

Ab Juni 2012 nahm ich dann eine Anstellung auf und habe somit jetzt 5 Jahre in die RV eingezahlt, mit Krankengeld und Arbeitslosenhilfe alles zusammen.

Anfang April habe ich wieder einen Antrag auf EMR gestellt und wieder eine Absage bekommen mit der alten Begründung von 2011. Es wurden die vergangenen 5 Jahre nicht berücksichtigt, die RV ist davon ausgegangen das ich schon im Jahre 2011 erwerbsgemindert war.

Wer kennt sich da aus? Wer legt fest ab wann man erwerbsgemindert ist? Ich finde das ungerecht und bevor ich einen Anwalt damit belästige, wollte ich Euch mal fragen.

LG Klaus
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Sa 27 Mai 2017 - 14:08

Moin Klaus,

wende Dich mal an den SoVD oder VDK als Sozialverbände. Die Mitgliedsbeiträge sind erträglich (SoVD 6,00 € als Einzelperson, 10,00 € als Familie pro Monat) und lass Dich dort beraten. Für eine kleine Eigenbeteiligung erstellen die mit Ihren Anwälten Anträge, Widersprüche oder Klagen. Dort gibt es auch eine gute Einschätzung der Situation und der Erfolgsaussichten.

Viele Grüße

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Di 30 Mai 2017 - 14:14

Moin Moin,

gestern hatte ich meinen Termin bei der Gutachterin. Es war ein positives Gespräch, in dem meine Frau als "Dolmetscher" für mich gesprochen hat; meine Sprache war fast nicht zu verstehen. Sie schreibt nun das Gutachten und leitet es an den Rententräger weiter. Nach diesem Termin habe ich ein gutes Gefühl für die Bewilligung.

Gruß

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Mario am Mi 14 Jun 2017 - 20:29

Hallo Martin,

klar bekommst Du die volle EMR, daran hab ich bei Dir nicht den geringsten Zweifel.

Bei Dir ist die Vorgeschichte hoffentlich nicht so kompliziert wie bei Klaus, da kann ich leider auch nicht mehr als Deine Empfehlung weitergeben Martin.

LG Mario

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Di 19 Sep 2017 - 19:31

Moinsen alle zusammen,

heute kam der EMR-Bescheid rückwirkend zum 01.10.16 und unbefristet bis zum Übergang in die Regelaltersrente. Nun bin ich also Rentner!

Bis bald

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Michael_ am Do 21 Sep 2017 - 18:47

Glückwunsch Martin,

das steht dir meiner Meinung auch zu.

Dann kannst du dich nun stärker auf dein eigenes Wohlergehen konzentrieren.

Ich habe im November einen Beratungstermin bei der DRV.

Mal sehen, was da für mich an Möglichkeiten in Frage kommen.

Es geht ja auch leider um das liebe Geld.

Gruß Michael
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von helmut göbel am Fr 22 Sep 2017 - 10:13

Hallo Martin,

Warst du bis jetzt berufstätig? Da die Rente bestimmt weniger ist, kannst du dir die zuviel bezahlten Beträge (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Krankenversicherung) zurückholen, das lohnt sich. Sind immerhin 12 Monate, die zu viel Beträge bezahlt hast.

Gruß Helmut
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Fr 22 Sep 2017 - 13:40

Moin Helmut,

danke für den Tipp. Da ich schon länger krankgeschrieben war (die letzte AU durchgehend seit 12.09.16) werden sich Krankenkasse und Arbeitsamt die Beiträge zurückholen; dadurch muss ich dann weniger zurückzahlen. Ich hoffe, dass die Rentennachzahlung die noch zu tätigenden Rückzahlungen deckt und ich keine Reserven dafür einsetzen muss.

Gruß

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von helmut göbel am Fr 22 Sep 2017 - 13:46

Hallo Martin,

du musst überhaupt nix zurückzahlen, du bekommst deinen Anteil zurück, ein Rentner muss keine Rentenbeiträge und Arbeitslosenbeiträge bezahlen, selbst einen Teil von dem zuviel bezahlten Krankenversicherung gibt es zurück.

Gruß Helmut
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von MartinR am Mo 25 Sep 2017 - 12:38

Moin Helmut,

die Krankenkasse hat von sich aus schon die zuviel bezahlten Beträge zurückerstattet. Damit hätte ich nicht gerechnet, es war kein Antrag nötig.

Gruß

Martin

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von helmut göbel am Mo 25 Sep 2017 - 15:36

Hallo Martin,

bei der Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung gibt es auch keine Probleme, ruf einfach mal dort an.

Gruß Helmut
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Esther am Fr 20 Okt 2017 - 20:00

Hallo Rentnerinnen und Rentner,

ich gehöre jetzt auch dazu. Der Rententräger hat mir in den letzten Tagen rückwirkend zum 1.1.2017 die befristete (zunächst bis 31.1.2020) volle Erwerbsminderungsrente bewilligt.

Ich hatte schriftlich darum gebeten, weil ich hoffe, irgendwann wieder stundenweise arbeiten zu können und auf Besserung der PLS durch die Mitochondrientherapie hoffe. Es freut mich sehr, dass der Rententräger meiner Bitte gefolgt ist.

Jetzt habe ich Zeit um die Therapie auf meinen Körper wirken zu lassen und das Arbeitsverhältnis ruht. Mein Arbeitsplatz ist nicht weg. Beruhigt mich ungemein.

Liebe Grüße von Esther
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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Mario am So 5 Nov 2017 - 21:20

Herzlichen Glückwunsch an euch Dauer- und befristete Rentner. Esther, ich bin ja immer wieder beeindruckt, das Du auf eine Heilung durch Therapien hoffst und na klar nehme ich Dir den Glauben daran auch nicht weg. Kann aber doch nicht so recht dran glauben.

Aber nun "genießt" die Rente für eure Therapien und euer Wohlergehen, ich aus meiner Sicht bin mit Ergo, Physio und Arztterminen gut ausgelastet und froh, wenn ich in den Zeiten dazwischen auch mal die nötigen Ruhezeiten einlegen darf. Arbeiten, selbst einen Nebenjob, stelle ich mir als ziemlich belastend vor.

LG Mario

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Sabine am Fr 1 Dez 2017 - 11:27

Hallo,

zur Zeit bin ich auf Dauer teilerwerbsgemindert und arbeite nur noch etwa 65% von der 40-Stunden- Regelarbeitszeit. Und obwohl nach drei Stunden in der Arbeit, da ich viel Stehen und Laufen muss, vor Erschöpfung und Schmerzen gar nichts mehr geht, die fehlenden Arbeitsstunden habe ich bisher mit Urlaubstagen ausgeglichen, möchte ich die volle Erwerbsminderung so lange wie möglich vermeiden, da die Rente nur 650€ betragen wird.

Außerdem ist der Stress zwischen Arbeit und Therapien wegen der Wirbelsäulenverkrümmung, zweimal die Woche Manuelle Therapie und mehrmals die Woche Gerätetraining im Fitnessstudio wegen der jedesmal halbstündigen Fahrtzeit, sehr groß. Einmal die Woche kommt noch Psychotherapie wegen der Depris dazu, mit Fahrtzeit von einer Stunde.

Ich kann mir nicht vorstellen, wenn dann die Therapien wegen der PLS noch dazu kommen, wie ich das zeitlich machen soll.
Auch, weil es in unserem Kaff keine Therapeuten mit ALS/PLS Kenntnissen gibt und ich für alles immer lange Fahrtzeiten haben werde.
Gibt es vielleicht was Aufstockendes zur vollen Erwerbsminderungsrente?

Viele Grüße von Sabine.

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Mario am Fr 1 Dez 2017 - 20:20

Hallo Sabine,

und auch hier schreibe ich Dir wieder: aufstockend zur vollen Erwerbsminderungsrente kannst Du im Bedarfsfall Grundsicherung beantragen, bei entsprechendem GdB 60 und Merkzeichen G können das auch 17 % mehr als der Regelsatz sein. Damit kannst Du zwar keine Riesensprünge machen, aber es hilft Dir doch besser, Deinen monatlichen Verpflichtungen besser nachzukommen.

LG Mario

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Sabine am Sa 2 Dez 2017 - 1:02

Hallo Mario,

im Moment bin ich noch bei 30% GdB, aber nur wegen der Skoliose. Die PLS ist dabei noch nicht berücksichtigt. Wobei ich ein G bestimmt nicht bekomme, da ich noch recht gut laufen kann. Zwar mit Stolpern, staksig, wackelig und zittrig aber ohne Rollator oder Stock.
Aber lieber noch mobiler und etwas weniger Geld.
Tja, da gibt es so viele Baustellen, um die ich mich kümmern sollte, doch die Erschöpfung lähmt mich gerade sehr.
Da kommen nun zu den gesundheitlichen auch noch finanzielle Sorgen dazu.

LG Sabine

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Mario am Sa 2 Dez 2017 - 20:19

Hallo Sabine,

ich will Dir keinen höheren GdB oder Merkzeichen aufschwatzen, nur wenn sie denn gerechtfertigt sind, dann solltest Du auch die Chance auf alle damit verbundenen Vorteile nutzen. Allein die gesicherte Diagnose PLS überzeugt da wahrscheinlich die meisten Versorgungsämter.

LG Mario

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Re: Der lange Weg zur EMR

Beitrag von Sabine am So 3 Dez 2017 - 1:53

Hallo Mario,

ja das ist klar, man sollte immer gut über seine Möglichkeiten informiert sein.
Deshalb ist es immer super, vorab schon Bescheid zu wissen.
Und da die Krankheit ja leider fortschreitend ist, wird es noch früh genug dazu kommen.

LG Sabine

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