Ich vermelde (leider) eine neue Diagnose

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Ich vermelde (leider) eine neue Diagnose

Beitrag von Wigand Suhr am Sa 21 Jan 2017 - 15:58

Moin an Alle,

am 6.1. war ich zur Untersuchung in der Neurologie im Klinikum Itzehoe.

Man hat mir dort wohl das älteste Bett zugewiesen, was ich erst abends gemerkt habe, mit manueller Verstellung. Wer in seinen Bewegungen sehr eingeschränkt ist wie ich, wird das verstehen. Am Aufnahmetag wurden nur 3 Untersuchungen gemacht, aber nächsten Tag, nachdem ich nur ca. 2 Stunden Schlaf hatte, war es ein richtiges Untersuchungsmarathon; war ja auch Freitag.

Da ich mal ausschlafen wollte, bat ich im Büro darum, über´s Wochenende nach Hause fahren zu dürfen, was mir auch erlaubt wurde, aber nur mit der Auflage, Montag´s wieder rechtzeitig zur weiteren Untersuchungen zur Verfügung zu stehen. Kaum war ich zu Hause, rief der Stationsarzt an; ich könne nicht einfach die Klink verlassen und kein Mensch weiß, wo ich bin. Er hat daraufhin den Entlassungsbrief geschrieben und ich müßte noch meinen Schrank räumen.

Ich habe daraufhin gleich meine Neurologin und die KK informiert und bat um das Ergebnis der Untersuchungen; nach deren Feststellungen habe ich jetzt ALS. Das mußte ich erstmal verinnerlichen.

Ich nehme weiter keine Medi´s und mache weiter Ergo und Logo und warte ab, was passiert.

LG Wigand
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Re: Ich vermelde (leider) eine neue Diagnose

Beitrag von Michael_ am Mo 23 Jan 2017 - 0:09

Moin Wigand,
das ist schon wirklich keine positive Diagnose.
Deine wenig beindruckte Reaktion finde ich sehr gut.
Diese Diagnosen sind ja leider immer sehr fage, und wirkliche Hilfe steht da auch nicht bereit.
Wenn du mit deinen jetzigen Selbst-hilfen gut klar kommst, würde ich so oder so nicht auf einen neuen Zug vom Arzt aufspringen.

Alles gute weiterhin Wigand

Michael
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Re: Ich vermelde (leider) eine neue Diagnose

Beitrag von Mario am Mi 25 Jan 2017 - 17:31

Hallo Wigand,

das Untersuchungsergebnis ist gelinde gesagt natürlich alles andere als grandios und ich hoffe, Du kannst Dich ganz allmählich einigermaßen damit arrangieren. Ich würde mir an Deiner Stelle - und das steht Dir zu und wird auch von Ärzten selbst empfohlen - durchaus an einer anderen Klinik eine Zweitmeinung einholen.

Erst recht nach Deinem Erlebnis da in Itzehoe, wo scheinbar die Absprachen innerhalb des Personals nicht funktionieren und auch der Patientenansprache offenbar keine große Bedeutung zugemessen wird. Einem solche Diagnose quasi auf Zuruf mitzuteilen, ohne den Patienten wirklich "mal in den Arm zu nehmen" ist unter aller Sau.

Lass den Kopf nicht hängen und gehe immer offensiv mit der Erkrankung um.

LG Mario

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