Höhenangst?

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Höhenangst?

Beitrag von jufe am So 14 Aug 2016 - 18:20

Hallo zusammen  Cool ,

ich wollte mal fragen, ob es euch vielleicht ebenfalls so ergangen ist.

Schon einige Zeit bevor ich bewusst Gehprobleme bekommen hatte und von meiner Krankheit wusste, war es bei mir so, dass ich in großen Höhen Probleme bekommen hatte, die ich vorher nicht kannte.

In einer geschlossenen Seilbahn oder ähnlichem habe ich diese Problem nicht, aber sobald ich in großer Höhe ausgestiegen bin, kann und konnte ich mich nicht mehr frei bewegen.

Weiterhin hatte ich beim Roller oder Motorrad fahren Probleme, die sich so äußerten, dass ich auf großen Straßenflächen wie Autobahnen total unsicher wurde.

Bei Fahrten über Landstraßen oder Autobahnen, die über Hügel führten, bei denen man nicht sehen konnte, wie es danach weiter ging, war mir ebenfalls immer etwas unwohl.

All das kannte ich früher so nicht.
Mich würde interessieren, ob ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht habt.

Viele Grüße, Jürgen
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Klaus21 am Sa 20 Aug 2016 - 11:59

Hallo Jürgen,

wenn mal wieder keiner antwortet werde ich mal antworten. Also ich fahre schon lange kein Motorrad mehr, schon viele Jahre vor der Krankheit nicht mehr, der Grund war Zeitmangel und wo ich im Jahr nur noch 50 km gefahren habe, habe ich meinen CBR 1000 verkauft.

Höhenangst hatte ich schon immer, ab 3 Meter ist aus mit der Sicherheit. Aber ich habe schon auch vor den ersten bemerkten Symptomen immer am Morgen Ängste, als ob was Schlimmes noch passieren würde. Am Mittag gehen sie dann weg und am nächsten Morgen sind sie wieder da. Zuerst war es nur eine innerer Unruhe, die dann beim Voranschreiten der Krankheit immer stärker wurde, bis ich jetzt auch am Morgen am ganzen Körper zittere. Ich würde sagen, dass deine Probleme ja auch Ängste sind so wie bei mir.

LG. Klaus
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Re: Höhenangst?

Beitrag von guta am Mo 22 Aug 2016 - 13:16

Hallo Jürgen

Also Höhenangst habe ich schon immer. Allerdings habe ich gemerkt, wenn ich vom Parkhaus ins Einkaufscenter den Weg rübergehe, ist mit einem Glasdach und Fenstern umschlossen und 4. Etage, dass ich erst ins Stocke geraten und dann langsam rübergehen kann. Das ist mir auch schon an der Ostsee passiert, wenn ich über einen Steg laufen soll oder einen Weg, links und rechts von Wasser umgeben, muss mich jemand festhalten. Das Problem ist, der Boden hat nicht eine gleichmäßige Höhe. Bergrunter laufen oder eine Treppe runter ohne Festhalten geht nicht mehr. Mit dem Autofahren habe ich keine Probleme....bei uns ist so wunderbar flach sunny

Wünsche Euch eine schöne Woche.

Liebe Grüße

Gudrun
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Michael_ am Di 23 Aug 2016 - 21:45

Hi Jürgen,

die Probleme, die du beschrieben hast, haben alle auch mit dem Gleichgewicht zu tun. Das ist leider eines der Symptome, die auch bei mir vorhanden sind. Die Meldung zum Gehirn hin ist einfach zu langsam.

Ich versuche, das wieder mehr zu fordern und zu fördern. Das Stehen auf einem Wackelbrett oder Trampolin finde ich da gut.

Ängste habe ich nun auch viel mehr als zuvor. Das ist ja auch nicht verwunderlich, da doch schon viele Stürze oder Unsicherheiten hinter mir liegen. Die Wahrnehmung der Umwelt ist dadurch auch eine ganz andere geworden.

LG Michael
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Mario am Mi 24 Aug 2016 - 13:00

Hallo ihr's,

also Höhenangst war schon immer meins, nach unten gucken aus zwei Metern Höhe gleicht einem Blick in die Tiefen der Unterwelt. Nee nichts für mich.

Na und das Gleichgewicht spielt mir sehr oft einen Streich, ob auf unebenen Böden genauso wie bei normal gerade Gehwegen, wo ich dann schon mal kurz ins Torkeln komme. Dafür brauche ich dann zumindest keinen Alkohol. Ist nur unangenehm, wenn man beim Laufen schon mal leicht andere Leute anrempelt.

Und auf schmalen Wegen oder, wie Gudrun schreibt, gar auch Stegen ohne Geländer wird es richtig kompliziert, weil da schon die Angst vorm Gleichgewicht verlieren dominiert.

LG Mario

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Re: Höhenangst?

Beitrag von Thermikschnueffler am Fr 26 Aug 2016 - 13:31

Hallo Jürgen und Co,
ich bin zwar kein PLSler,  und habe  erfreulicherwiese "nur" eine Pseudobulbärparalyse. Beides sind Erkrankungen der Motoneuronen 1, die auch zu psychischen Veränderungen führen. Ich bin z.B. viel vorsichtiger, ängstlicher, schreckhafter und emotionaler geworden.  Ein halbes Jahr nach der Erkrankung habe ich aufgehört, mit dem Auto auf der Autobahn zu fahren. Die Krankheit hat mich aber nicht pessimistisch gemacht, sonder eher aufgeschlossener. Das ist der Selbsterhaltungstrieb.
Höhenangst habe ich bisher nicht.
Schönes Wochenende !
Peter
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Karl-Heinz am Mo 29 Aug 2016 - 19:16

Hallo zusammen,

nach längerer Abwesenheit im Forum melde ich mich auch mal wieder zu Wort.

Ich habe auch Höhenangst. Vor Jahren habe ich mich geweigert eine Eisenbahnbrücke zu überqueren, die ich als gesunder Mensch mit dem Fahrrad bewältigt habe. Jetzt habe ich Angst über das Geländer zu stürzen. Kurioserweise habe ich keine Probleme mit Achterbahnfahren. Da fühle ich mich durch die Bügel ausreichend gesichert.

Die innere Unruhe von der Klaus berichtet, kenne ich auch. Gerade morgens bin ich oftmals so nervös, dass es mich hebt und mir vor Aufregung schlecht wird. Beim Frühstück wird es meist besser und wenn ich das Haus verlasse geht es mir wieder gut.

LG
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Klaus21 am So 18 Sep 2016 - 17:31

Hallo Karl-Heinz,
mich würde interessieren seit wann Du mit der morgendlichen Nervosität schon kämpfst?
Ich würde sagen bei mir fing das mit der Krankheit an und wurde mit Fortschreiten immer länger und intensiver.
LG Klaus
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Karl-Heinz am So 18 Sep 2016 - 18:55

Hallo Klaus,

Ich glaube schon, dass mein Nervenkostüm durch die PLS nicht stabiler geworden ist....aber ich war schon als Kind ein Sensibelchen.
Zum Glück habe ich auch nicht täglich diese Attacken.

LG
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Re: Höhenangst?

Beitrag von Mario am Sa 1 Okt 2016 - 15:46

Hallo ihr's,

ich könnte nicht gerade behaupten, durch die PLS ruhiger geworden zu sein, war aber gerade bei Auftritten vor kleineren und größeren Runden schon immer ein aufgeregtes Hemd.

Am schlimmsten war es aber immer bei ungewisser Zukunft, also z.B. bei den vielen beginnenden und schnell wieder endenden Teilzeitjobs.

Bei der anfangs fraglichen Diagnose der PLS und evtl. anderen Diagnosen war ich auch ziemlich durch den Wind, aber jetzt mit dem Wissen um die richtige Diagnose kann ich ganz allgemein besser leben.

LG Mario

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Re: Höhenangst?

Beitrag von Thermikschnueffler am So 2 Okt 2016 - 7:50

Hallo Ihrs,
ich bin seit meiner Pseudobulbärparalyse nervlich sehr sensibel geworden:
impulsiv, reizbarer, emotional, ängstlich, vorsichtig und nervös
Nachts stehe ich immer für ca. 1 Stunde auf, um meine Gedanken zu verarbeiten.
Ich habe verschiedene Beruhigungsmittel ausprobiert, nehme z.Zt. keines.
Lasea, Empfehlung eine Lungenarztes war bisher am besten.  

"Guten Schlaf!"
Peter
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Re: Höhenangst?

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